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TTSV Fraulautern setzt Siegesserie fort |
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| Wochenspiegel vom 16.01.2011 | ||
Im Vorfeld wusste jeder, dass alle Spiele ausgeglichen verlaufen werden und dass wiederum die Tagesform entscheiden würde. Während in den vergangenen Begegnungen alle Anstrengungen gegen Bingen mit einer Enttäuschung endeten, merkte man, dass die Leichtigkeit des Spieles wie von selbst im Spiel des TTSV zurückgekehrt ist. Der Rückenwind des Kroppach-Spiels merkte man bereits in den Doppeln als Ni/Fazekas und Li/Solja ihre Doppel jeweils gewannen. Während Fraulautern in der Vorrunde vier Einzel in Folge knapp verlor, spielten sich die TTSV-Frauen in einen Rausch und zogen auf 5:1 davon. Li Fen düpierte die deutsche Meisterin Barthel mit 3:0, Maria Fazekas gewann gegen Laura Robertson und Petrissa Solja gegen Hanna Hadacova. Alle drei Partien gingen in der Vorrunde in Bingen verloren. Auch Neuzugang Ni Xialian zeigte gegen Ding Yaping eine tolle Leistung. Sie hatte beim Stande von 2:1 und 10:7 bereits drei Matchbälle. "Nixi" gelang es aber nicht, den Sack zuzumachen und musste sich im 5. Satz mit 9:11 geschlagen geben. Ding Yaping gehört seit Jahren zu den stärksten Spielerinnen der Bundesliga. Hätte Nixi dieses Einzel gewonnen, wäre die Partie sogar 6:0 ausgegangen. Auch das 6:1 hätte genauso wie das 6:2 gegen Kroppach kein Experte für möglich gehalten. Li Fen gelang es beim Stande von 5:1 gegen ihre Angstgegnerin und Abwehrstrategin Ding Yaping die Partie zu beenden. Beruhigend, dass am Nachbartisch Ni Xialian bereits gegen die deutsche Meisterin Barthel gewonnen hatte. Nach dem Spiel gegen Bingen rückt der TTSV in der Tabelle auf den 2. Platz vor. Der TTSV wird auf jeden Fall unter den ersten drei mitmischen. In der letzten Saison belegte Fraulautern noch den 6. Platz in der Abschlusstabelle. Im Team wurde nur die Position 2 verändert. Neuzugang Ni Xialian (Lux) spielt in den Spitzeneinzeln eine positive Bilanz. Besonders wertvoll ist sie aber auch im Doppel mit M. Fazekas, die im letzten Jahr mit Laura Matzke fast jedes Dopple verloren hatte. Tommy Daniellson, der Ehemann von Ni, ist eine wertvolle Stütze im Betreuerstab. Maria Fazekas spielt in diesem Jahr an Position 3, an der sie wesentlich mehr gewinnt als an 2. Am Sonntag beim Auswärtsspiel sah nach den Doppeln alles nach der Fortsetzung der Erfolgsgeschichte aus. Locker siegten Ni/Fazekas und Li/Solja gegen ihre Gegnerinnen. 2:0 für den TTSV, denkste. Der Schiedsrichter der Partie erklärte nach der Begegnung den Schläger von Ni als nicht zulässig. Die Noppen waren im Schnitt nach seiner Messung 0,2 mm zu lang. In den Spitzeneinzeln siegten Li Fen gegen Schall und Ni Xialian gegen Gotsch jeweils klar mit 3:1. Beim Spielstand von 3:1 gewann Maria Fazekas gegen Stähr und Petrissa Solja unterlag knapp im 5. Satz gegen Guo. Beim Spielstand von 4:2 für den TTSV unterlag Ni ganz knapp gegen Struse und Li Fen lag im Entscheidungssatz gegen die ehemalige Europameistern Gotsch bereits 5:1 und 8:5 zurück. Die Halle tobte und keiner dachte noch an einen Sieg von Li Fen. Fen behielt jedoch die Nerven und siegte 12:10. Petrissa Solja, die Nr. 1 der Mädchen in Europa, behielt im letzten Einzel die Nerven und gewann ganz klar gegen Rosalia Stähr. Endstand 6:4 für Fraulautern. Der Vorsitzende des TTSV, Heinz Falk, legte sofort Protest gegen die Schlägerwertung des Schiedsrichters ein. Die Messergebnisse waren nicht eindeutig und das Verhalten des Schiedsrichters war in einigen Fällen mehr als zweifelhaft. Würde dem Protest stattgegeben, hätte Fraulautern mit 6:1 gewonnen. Auf jeden Fall ist Fraulautern mit 16:4 neuer Tabellenführer der 1. Bundesliga. Wäre doch schade, wenn zweifelhaften Schiedsrichterentscheidungen eine zu große Bedeutung hätten. Am Freitag um 19 Uhr spielt der TTSV in der Steinrauschhalle gegen Schwabhausen. Die Erfolgsserie des Teams sollte auch gegen den Tabellenvorletzten aus Bayern halten. Fraulautern will auch in dieser Partie vor dem schweren Auswärtsspiel in Berlin im Februar tanken. |