Starke Konkurrenz für Petrissa Solja bei den Mädchen, Patrick Franziska bei den Jungen klar vorn

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tischtennis.de vom 28.04.2010

Starke Konkurrenz für Petrissa Solja bei den Mädchen, Patrick Franziska bei den Jungen klar vornTitelverteidigerin Petrissa Solja (Foto: Marco Steinbrenner)


Am Wochenende stehen für die jeweils 48 Mädchen und Jungen die Deutschen Meisterschaften auf dem Programm. Die begehrten Titel im Einzel, Doppel und Mixed werden diesmal beim TSV Herrlingen in der Lixsporthalle, Boschstraße in 89134 Blaustein vergeben. Petrissa Solja (Saarland) und Patrick Franziska (Hessen) wollen die 63. Ausspielung zur Titelverteidigung nutzen.

Patrick Franziska führt die Setzliste im Einzel bei der männlichenKonkurrenz an. Sein zweifacher Sieg beim Europe Top 10-Turnier, sowie der ohne Niederlage überstandene Deutschlandpokal mit seinem Team Hessen, macht ihn zum absoluten Favoriten. Bei denMädchen ist die Situation anders, denn inzwischen hat Sabine Winter (Bayern) die Spitzenposition übernommen. Auf Grund ihrer zuletzt ausgezeichneten Ergebnisse hat Winter die Position eins in der deutschen Rangliste inne, Titelverteidigerin Petrissa Solja(Saarland) Platz zwei.

 

Vorsicht ist geboten, denn Favoritenkiller sind unterwegs

 

Frankfurt/Main. Mädchen: Mit Sabine Winter und Petrissa Solja sind bereits zwei Titelkandidatinnen genannt. Bei der letzten großen Veranstaltung, dem Europe Top 10, ging der Sieg im direkten Duell der beiden auf das Konto von Winter. Sie gewann später das gesamte Turnier. Nicht vergessen werden darf Kathrin Mühlbach (WTTV). „Kathrin hat ihren Trainingsrückstand, der sich durch ihre Grundausbildung bei der Bundeswehr ergab, schon recht gut ausgeglichen. Sie spielte ja auch beim Europe Top 10, dort steckte sie aber gerade in dieser Phase, so dass sie nicht ihre beste Leistung abrufen konnte“, erinnert sich Bundestrainerin Eva Jeler.

Die gute Qualität des Trios wird weiter aufgewertet durch die von  Bundestrainerin Jeler bezeichneten Gruppe der „Favoritenkiller“ mit Anna Krieghoff (Sachsen), Anja Schuh (Rheinland) und Nadine Sillus (WTTV). Vielleicht kann auchKatharina Sabo vom Ausrichter TSV Herrlingen ihren 

Genießt den Heimvorteil, Katharina Sabo vom TSV HerrlingenGenießt den Heimvorteil, Katharina Sabo vom TSV Herrlingen
großen Heimvorteil in die Waagschale werfen. Mit dabei ist auch ihre Vereinskameradin Nathalie Richter. „Die Form der Mädchen ist derzeit sehr ansprechend. Und die Konkurrentinnen von Petrissa haben aufgeholt. Der Leistungsabstand an der Spitze ist kleiner geworden. Ich bin aber auch auf die Vorstellung der Schülerinnen gespannt, die frei und locker aufspielen können. Eine Überraschung passiert da schon mal schnell“, sagt Jeler. Zu ihnen zählt die zweifache Deutsche Meisterin Theresa Kraft, die sich im Doppel zusammen Theresa Lehmann (beide Baden-Württemberg) den Titel holte, Yuko Imamura und Nina Mittelham (beide WTTV) oder Alena Lemmer (Hessen). „Die Deutsche Meisterschaft ist ein Turnier mit einer ganz anderen Belastung. Nach überstandener Gruppenphase kommt das K.o-System zum Tragen, so dass eine Niederlage das Aus bedeutet. Bei den Ranglisten ist das anders, da geht es weiter. Deshalb ist der psychische Druck höher, und nicht jede Spielerin kommt damit gleichermaßen gut zu Recht. Natürlich entscheidet auch die Tagesform. Ich erwarte einen spannenden Wettkampf. Und solange die Konkurrenzen wie Doppel und Mixed zum Turnier gehören, werden hier genau so Medaillen verteilt, wie im Einzel. Auch hier sollte jede Teilnehmerin ihr Bestes geben“, gibt die Bundestrainerin Auskunft. 

Im Doppel  sind Anna Krieghoff/Nadine Sillus und Sabine Winter/Kathrin Mühlbach top gesetzt. Petrissa Solja spielt an der Seite von Nina Mittelham.

 

Patrick Franziska greift nach allen drei Goldmedaillen

 

Jungen: „An Patrick Franziska geht kein Weg vorbei. Er ist in allen drei Konkurrenzen der Favorit“, bestätigt Bundestrainer Georg Imhof. In seinem Schatten werden im Einzel Christoph Schmidl (Hessen) und Arne Hölter (Niedersachsen) erwartet. „Christoph, der zuletzt mit dem Halbfinale bei den 

Patrick Franziska geht als klarer Favorit in den Wettkampf (Foto: Marco Steinbrenner)Patrick Franziska geht als klarer Favorit in den Wettkampf (Foto: Marco Steinbrenner)
German Open und am vergangenen Wochenende in der Regionalliga mit einer 6:0-Bilanz einen Aufwärtstrend erkennen lässt, sowie Arne werden Patrick am ehesten gefährden können. Von den jüngeren Jahrgängen erwarte ich vor allem mentales Durchsetzungsvermögen sowie Positivität in Krisensituationen“, fordert Imhof. 

Von den Schülern schätzt Imhof Florian Schreiner ((Bayern) im Jugendfeld am gefährlichsten ein. „Er kann am druckvollsten agieren, auch wenn er noch zu schwankend in seinen Leistungen ist. Liang Qiu spielt konstanter und sicherer, besitzt jedoch nicht die Durchschlagkraft Florians“, so Imhof. Die Deutschen Meisterschaften seien für alle Spieler das absolute Highlight. „Das System Gruppe, dann K.o. kommt den internationalen Anforderungen am nächsten“, erklärt der Bundestrainer. Nach dieser Veranstaltung werde er für die Internationalen Meisterschaften in Spanien noch einen Spieler nominieren, denn ein Platz sei noch offen. Außerdem für die Meisterschaften in Polen, denn beide Turniere sind noch für den Mai terminiert.

Im Doppel sind Patrick Franziska/Christoph Schmidl an Position eins gesetzt. In der unteren Hälfte werden Arne Hölter/Tran Le Vu stark eingestuft.

 

Für den Titelgewinn im Mixed empfehlen sich neben Sabine Winter/Patrick Franziska auch Petrissa Solja/Christoph Schmidl in Frage.    

 

Mit einem Aufnahmeteam an beiden Tagen ist auch wieder der Sender TT-total.tv vor Ort, der seine Videos ab Montag kostenlos online präsentiert.

 

Bevor sich die Cracks vergleichen, lässt der Ausrichter TSV Herrlingen Begeisterung erkennen, denn bereits am Freitag wird mit 32 Teams der 1. Blausteiner Schul-Team-Cup veranstaltet. „Wir versprechen uns in der Sportgemeinde Blaustein dem Bereich des Schul- und Vereinssports nochmals einen „Kick“ geben zu können. Vielleicht entstehen dadurch Anreize für die Gründung von entsprechenden Schul AG´s, sowie eine große Breitenwirkung für die reizvolle Lifetime- und Generationssportart Tischtennis“, hofft Pressewart und Mitglied des Organisationsteams Wolfgang Laur.

Martina Emmert

 

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