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Spannende Partien enden jeweils mit 3:2 nach dem Schlussdoppel |
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| tischtennis.de vom 18.04.2010 |
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TTSV Saarlouis-Fraulautern – MTV Tostedt 3:2: Mit einer tadellosen Leistung haben Petrissa Solja und Maria Fazekas dem TTSV Saarlouis-Fraulautern im Schlussdoppel gegen den MTV Tostedt den 3:2-Sieg gesichert. Das junge Duo überzeugte mit einem 3:0-Sieg gegen die erfahrenen Irene Ivancan und Nadine Bollmeier. Zuvor sah der MTV nach der Pause wie der Sieger aus, denn Ivancan hatte ihr Team zum zwischenzeitlichen 2:1 in Führung gespielt. Fazekas war in drei Sätzen mehr oder weniger chancenlos. Kurz vor der Pause hatte Han Ying Petrissa Solja mit 3:0 besiegt und damit die 1:0-Führung des TTSV ausgeglichen. Im Eröffnungsspiel gewann Li Fen mit 3:1 vor gut 100 Fans gegen Bollmeier. Fen war es auch, die in ihrem zweiten Einzel für den 2:2-Ausgleich für ihren TTSV sorgte und somit den Weg für das Schlussdoppel frei machte. Han Ying war nach ihrer Niederlage gegen Li Fen so traurig, dass sie sich von Manager Friedel Laudon trösten lassen musste. Stimmen zum Spiel: Heinz Falk, Manager des TTSV Saarlouis-Fraulautern: "Das war unser fünfter Sieg in Serie, und Li Fen hat ihre Einzelbilanz auf 13:0 verbessert. Sie hat gegen Han Ying, die fantastisch, einfach exzellent gespielt hat alle Energie aufgebracht noch zu gewinnen. Im fünften Satz war sie bis zum 2:7 chancenlos. Dass sie das erste Mal überhaupt eine gelbe Karte kassierte, zeigte, dass sie am Boden war. Erst ein Kantenball zum 3:7 brachte Li Fen zurück. Beim 6:9 stellte Han Ying unnötigerweise auf Angriff um und Li Fen siegte 11:9. Die Fans puschten Li Fen zusätzlich. Wir haben uns bislang auch noch nicht an dem Aufstellungspoker beteiligt. Li Fen spielte die gesamte Saison auf Position eins. Maria hat heute schlecht gespielt und auch Petrissa fand gegen Han Ying nicht ins Spiel. Der Einsatz von Amelie Solja wurde durch eine Operation an der Nasenscheidewand vereitelt. Sie war auch gar nicht in der Halle. Ihre Chancen gegen Irene Ivancan wären sicher gut gewesen, wie sie bei der Deutschen Meisterschaft mit ihrem Sieg gezeigt hat." Friedel Laudon, Manager des MTV Tostedt: „Außer Spesen nichts gewesen, das ist leider so, wir haben dieses Wochenende zweimal mit 2:3 verloren, das ist schon Pech. Sonnabend in Bingen war es wirklich ein Unentschieden, das gerecht gewesen wäre. Heute haben wir das Schlussdoppel klar verloren, so dass wir vielleicht nicht ganz an einem Remis dran waren. Leider ist Nadine Bollmeier noch nicht wieder im Vollbesitz ihrer eigentlichen Leistungsstärke, so dass sie im Doppel keine Akzente setzen konnte. Das Schlüsselspiel der Partie ist aber nicht das Doppel gewesen, sondern das Einzel zwischen den beiden Spitzenspielerinnen Li Fen und Han Ying. Han Ying führte im fünften Satz noch mit 7:2 und 9:6, und da habe ich gedacht, die Partie in Saarlouis gewinnen wir, doch es hat halt nicht sollen sein.“
SV Böblingen – DJK TuS Essen-Holsterhausen 3:2: Im Schlussdoppel beim 2:1 für Nicole Struse/Xu Yanhua stand es im vierten Satz bereits 6:0, dann 9:2 und somit war klar, dass Aya Umemura/Zhenqi Bartel nicht mehr gewinnen würden. Das 11:2 war dann auch mehr als deutlich. Damit hatten die beiden Verliererinnen der Einzel doch noch ihr wichtiges Erfolgserlebnis. Doch das Doppel wäre nicht möglich gewesen, hätte Böblingen nicht mit Qianhong Gotsch erneut eine Ausnahmespielerin in ihren Reihen. Zuschauer und Aktive gemeinsam erlebten erneut zwei super starke Leistungen der Nummer eins der SV Böblingen. Gleich zum Auftakt besiegte sie Aya Umemura mit 3:1-Sätzen, nachdem sie Durchgang eins mit 8:11 verloren hatte. Dann war es Elke Schall, die an diesem Tag „Hongy“ zwar in Bedrängnis bringen konnte, aber nicht besiegen. Überaus wechselhaft verlief die Partie, in der zuerst Schall mit 11:9 gewann, um dann Gotsch mit 11:8 den Vortritt zu überlassen. Zwei schnelle Durchgänge erlebten die Fans dann in Satz drei und vier. Zuerst 11:3 für Gotsch, dann 11:3 für Schall. Im Schlusssatz führte Hongy beim letzten Wechsel mit 5:4, später mit 8:4 und gewann letztlich mit 11:8 zum 2:2-Ausgleich für Böblingen. Zwischen der „Gotsch-Superschow“ fand Nicole Struse gegen Zhenqi Barthel ebenso kein Mittel, wie Xu Yanhua gegen Schall. Die Gästespielerinnen gewann ihre Matches jeweils mit 3:1-Sätzen. Doch im Schlussdoppel, wie schon eingangs beschrieben, da waren die Verliererinnen dieser Partie wieder hellwach.
Stimmen zum Spiel:
Henning Meier, Betreuer der SV Böblingen: „Im normalen Fall können wir gegen Essen nicht gewinnen. Es sind drei Top-Spielerinnen, die kaum zu besiegen sind. Da gehört eine mehr als hundertprozentige Leistung – und natürlich eine Ausnahmespielerin wie „Hongy“ dazu. Das Schlüsselspiel war meiner Meinung nach auch die Partie von Gotsch gegen Schall, die Hongy knapp gewinnen konnte. Wir genießen es natürlich alle, dass wir eine solche Spielerin in unseren Reihen haben. Durch die Leistungen von Hongy war der Weg für das Schlussdoppel frei. Und da muss ich unseren beiden Spielerinnen Nicole und Yanhua ein dickes Lob erteilen, sie haben taktisch sehr klug und ruhig gespielt und die Partie relativ sicher gewonnen. Es war ein Doppel, so wie man es sich als Coach wünscht, denn die Spielerinnen haben genau die Ratschläge in die Tat umgesetzt, die ihnen gegeben wurden.“ Axel Emmert |