Seligenstadt. Wenn
am Freitag ab 10 Uhr die Viertelfinal-Partien in den beiden
Mannschafts-Wettbewerben der JOOLA German Junior Open in
Seligenstadt ausgetragen werden, sind noch vier
DTTB-Nachwuchsteams vertreten. Sowohl bei den Jungen als auch
Mädchen haben zwei Trios die Runde der letzten Acht erreicht.
Für die beiden Deutschland C-Mannschaften stehen nur noch die
Halbfinalbegegnungen in der Trostrunde auf dem Programm.
Kroatien wartet im Viertelfinale auf Deutschland A
Deutschland A (Arne Hölter, Vu Tran Le, Ole Markscheffel)
erreichte mit drei Erfolgen den Gruppensieg. Nach dem gewonnen
Auftaktspiel gegen die Slowakei (3:1) wurden auch Indien B (3:0)
und Belgien (3:1) besiegt. Gegen Belgien zeigte das Trio eine
sehr starke Leistung. Lediglich Markscheffel verlor das
Eröffnungseinzel gegen Emilien Vanrossomme. Wie schon gegen die
Slowakei punktete Hölter doppelt und sorgte mit einem 3:2-Erfolg
gegen Vanrossomme für den Schlusspunkt. Im Entscheidungssatz lag
der Niedersachse zunächst 0:3 zurück, machte nach einem Time Out
von Bundestrainer Georg Imhof sechs Punkte in Folge. Entschieden
war noch nichts, denn der Belgier glich zum 6:6 aus, bevor Arne
Hölter mit 11:8 das bessere Ende auf seiner Seite hatte. „Mit
meiner 4:0-Bilanz kann ich natürlich gut leben. Gegen Belgien
habe ich mich schon deutlich besser bewegt als in den Partien
zuvor.“ Auch Imhof bescheinigte dem 17-Jährigen eine „gute
Leistung“. Vu Tran Le hatte mit einem 3:0-Pflichtsieg über den
Schüler Robin Saudemont für die zwischenzeitliche 2:1-Führung
gesorgt und war mit seinen Vorrundenergebnissen zufrieden.
„Letztlich waren es drei Begegnungen, die ich gewinnen musste.“
Dagegen stellte Markscheffel noch einige Unsicherheiten in
seinem Spiel fest. „Im Anschluss an meine Niederlage heute
Morgen gegen die Slowakei habe ich in den entscheidenden
Situationen zu ängstlich gespielt. Letztlich fehlte die
Sicherheit.“ Im Viertelfinale kommt es zum Aufeinandertreffen
mit Kroatien.
Deutschland B gewinnt entscheidendes Spiel gegen Polen 3:0
Mit einem Sieg und einer Niederlage hat Deutschland B (Christoph
Schmidl, Florian Wagner, Niklas Matthias) als Gruppenzweiter den
Sprung in das Viertelfinale geschafft. Die an Position eins
gesetzten Spieler von Japan A erwiesen sich bei der
0:3-Niederlage als eine Nummer zu groß. „Es konnte im Vorfeld
nicht erwartet werden, dass wir jetzt gegen Japan gewinnen
würden“, stellte Schmidl klar. „Aber wir haben sie geärgert und
gut gespielt.“ Der Regionalliga-Spieler des TTC Elz hatte gegen
Masaki Yoshida den Sieg auf dem Schläger, verlor die Partie
trotz zweier Matchbälle im fünften Satz allerdings noch knapp
mit 10:12. Die anschließende Partie gegen Polen musste gewonnen
werden, um die Runde der letzten acht Mannschaften zu erreichen.
Das von Sportdirektor Dirk Schimmelpfennig betreute Trio setzte
sich mit 3:0 durch. Christoph Schmidl (gegen Lukasz Nadolski)
und Florian Wagner (gegen Tomasz Wisniewski) revanchierten sich
für ihre zuletzt kassierten Niederlagen. Niklas Matthias sorgte
für den Schlusspunkt. „Die Drei haben konzentriert und
konsequent gespielt“, stellte Schimmelpfennig fest. Bei einer
ähnlich guten spielerischen Leistung sei auch im Viertelfinale
gegen Rumänien durchaus etwas möglich.
Ein Sieg reicht Deutschland C nicht für den Sprung unter die
letzten Acht
Verpasste
mit Deutschland C den Sprung unter die letzten acht Teams:
Benedikt Duda (Foto: Steinbrenner)
Dagegen verpasste Deutschland C (Gregor Surnin, Benedikt Duda,
Jens Schabacker, Frederik Jost) den erforderlichen zweiten
Gruppenplatz, um in das Viertelfinale einzuziehen. Nach der
0:3-Niederlage zu Beginn gegen Japan B folgte ein
3:0-Pflichterfolg gegen Indien A. Das alles entscheidende Spiel
gegen Serbien ging jedoch deutlich mit 0:3 verloren. „Irgendwie
lief überhaupt nichts bei uns zusammen“, waren sich Schabacker
und Duda nach der Begegnung einig. Während Surnin zum Auftakt
gegen Dragan Subotic, der in der Herren-Regionalliga West für
die DJK Holzbüttgen aufschlägt, ohne Siegchance war, hatten Duda
als auch Schabacker durchaus ihre Möglichkeiten. „Zwei Sätze
habe ich total verschlafen“, sparte Benedikt Duda nicht mit
Selbstkritik. Auch Jens Schabacker war mit seiner Leistung nicht
zufrieden. Im ersten Durchgang reichte eine 9:5-Führung nicht
zum Satzgewinn. „Anschließend hatte ich gar keine Chance mehr,
da ich irgendwie nicht ganz bei der Sache war.“ Die Auslosung
der Trostrunde bescherte dem Quartett im Viertelfinale ein
Freilos. In der Vorschlussrunde wartet am Freitag um 10 Uhr der
Gewinner des Duells zwischen Belgien und Österreich.
Deutschland A erfüllt beide Pflichtaufgaben souverän
Sabine
Winter strebt mit Deutschland A das Erreichen des Finals an
(Foto: Steinbrenner)
Ohne Niederlage überstand Deutschland A (Sabine Winter, Kathrin
Mühlbach, Anna Krieghoff) die Gruppenphase. Sowohl gegen Indien
A als auch Rumänien/Österreich setzte sich das von
Bundestrainerin Eva Jeler betreute Team mit 3:0 durch.
„Letztlich haben wir ohne Probleme das Viertelfinale erreicht“,
stellte Krieghoff fest. Europe-Top 10-Siegerin Winter blickt der
Partie gegen Polen optimistisch entgegen, „denn ich bin mir
sicher, dass wir uns noch steigern werden“. Gegen
Rumänien/Österreich wurden zwar drei Einzel gewonnen, doch Jeler
sah durchaus Schwächen im Spiel ihrer Schützlinge. „Es ist nicht
einfach, immer wieder die Spannung aufzubauen, wenn im
Hinterkopf das Spiel eigentlich schon gewonnen ist.“ So feierte
Winter zu Beginn einen 3:2-Arbeitssieg gegen Irina Ciobanu.
Weniger Mühe hatten anschließend Kathrin Mühlbach und Anna
Krieghoff. Eine Leistungssteigerung ist erforderlich, denn
schließlich möchte Sabine Winter „auf jeden Fall in das Endspiel
einziehen“. Zuvor wartet im Viertelfinale jedoch erst einmal
Polen B.
Drei Siege bedeuten für Deutschland B den Gruppensieg
Honorartrainerin
Jie Schöpp (rechts) gibt Nadine Sillus die entscheidenden
Tipps (Foto: Steinbrenner)
„Wir sind in einer sehr anspruchsvollen Gruppe auf dem ersten
Platz gelandet“, freute sich Petrissa Solja, die zusammen mit
Anja Schuh und Nadine Sillus die Mannschaft Deutschland B
bildet. Im Anschluss an den 3:0-Erfolg gegen Indien B wurden
sowohl Ungarn als auch die Slowakei mit 3:1 besiegt. Gegen das
an Position vier gesetzte Team aus Ungarn wurde ein anfänglicher
0:1-Rückstand, Schuh unterlag Krisztina Ambrus in vier Sätzen,
noch aufgeholt und durch zwei Siege von Solja und einem
Sillus-Erfolg wettgemacht. „Ich wusste vor dem Spiel, dass ich
schon zwei Punkte machen muss“, gab Solja anschließend zu. Dass
es gegen Dora Madarasz jedoch zu einem völlig ungefährdeten
3:0-Sieg reichte, überraschte auch die Linkshänderin. „Der Laden
lief einfach“, stellte Solja mit einem Augenzwinkern fest. Auch
der Sieg von Nadine Sillus gegen Mercedes Nagyvaradi war im
Vorfeld eingeplant. „Trotzdem setzte ich mich nicht unter Druck
und spielte völlig befreit auf. Es lief einfach“, gestand die
Zweitligaspielerin des TuS Uentrop und fügte an, „dass ich
während des Matches heiß gelaufen bin“. Beim 3:1-Erfolg gegen
die Slowakei wählten die Gäste eine überraschende Aufstellung
und setzten ihre mit Abstand stärkste Spielerin, Barbora
Balazova, auf die dritte Position. Balazova, die vor drei Jahren
an der Seite von Sabine Winter Doppel-Europameisterin in
Bratislava wurde, sorgte mit einem 3:0-Sieg gegen Sillus für den
einzigen Punkt. Für Deutschland B war Petrissa Solja erneut
zweimal erfolgreich. Anja Schuh gewann das Eröffnungsspiel. Im
Viertelfinale kommt es nun zum Aufeinandertreffen mit der
Auswahl Rumänien/Österreich.
Deutschland C bleibt in der Gruppenphase ohne Erfolg
Zwei 0:3-Niederlagen gegen die an Position eins gesetzte
Mannschaft aus Rumänien und Polen B bedeuteten für Deutschland C
(Ariane Liedmeier, Katharina Sabo, Julia Drummer, Sonja Radtke)
den dritten Platz. Im Halbfinale der Trostrunde wartet nun am
Freitag um 10 Uhr der Sieger des Spiels zwischen Indien B und
Kroatien. Das Resultat gegen Polen B sei nach Meinung von
Liedmeier zu deutlich ausgefallen. Die Abwehrspielerin selbst
vergab gegen Anna Zielinska im fünften Satz einen Matchball und
verlor die Partie noch mit 11:13. Auch Sonja Radtke hatte trotz
des 0:3 gegen Sandra Wabik durchaus Siegchancen, unterlag jedoch
im ersten und zweiten Durchgang in der Verlängerung.
DIE GRUPPENSPIELE MIT DTTB-BETEILIGUNG
Jungen
Gruppe A:
Deutschland B - Japan A 0:3
Florian Wagner - Yuki Hirano 0:3 (-8, -8, 6)
Christoph Schmidl - Masaki Yoshida 2:3 (-6, 10, -5, 7, -10)
Niklas Matthias - Yuto Muramatsu 0:3 (-9, -6, -16)
Deutschland B - Polen 3:0
Christoph Schmidl - Lukasz Nadolski 3:0 (8, 8, 6)
Florian Wagner - Tomasz Wisniewski 3:2 (4, -7, 7, -9, 7)
Niklas Matthias - Michal Korycki 3:1 (7, 5, -9, 7)
Deutschland B steht als Gruppenzweiter im Viertelfinale und
trifft am Freitag um 10 Uhr auf Rumänien.
Gruppe B:
Deutschland C - Japan B 0:3
Gregor Surnin - Asuka Sakai 0:3 (-8, -3, -6)
Benedikt Duda - Asuka Machi 1:3 (-10, 10, -8, -3)
Jens Schabacker - Yuto Higashi 2:3 (7, -9, 5, -5, -11)
Deutschland C - Indien A 3:0
Frederik Jost - Sourav Saha 3:1 (-8, 7, 11, 13)
Benedikt Duda - Sushmit Sriram 3:0 (4, 5, 3)
Jens Schabacker - Sammay Paranjape 3:0 (5, 6, 7)
Deutschland C - Serbien 0:3
Gregor Surnin - Dragan Subotic 0:3 (-6, -7, -6)
Benedikt Duda - Vladimir Radonjic 1:3 (5, -4, -4, -10)
Jens Schabacker - Kristian Dalea 0:3 (-9, -5, -5)
Deutschland C ist als Gruppendritter ausgeschieden und trifft im
Trostrunden-Halbfinale am Freitag um 10 Uhr auf den Sieger der
Partie zwischen Belgien und Österreich.
Gruppe D:
Deutschland A - Slowakei 3:1
Arne Hölter - Samuel Novota 3:1 (8, -7, 9, 5)
Vu Tran Le - Andrej Slovacik 3:2 (5, 15, -9, -10, 7)
Ole Markscheffel - David Karas 0:3 (-4, -6, -9)
Arne Hölter - Andrej Slovacik 3:1 (11, 8, -8, 12)
Deutschland A - Indien B 3:0
Ole Markscheffel - Avik Das 3:0 (3, 3, 11)
Vu Tran Le - Abhishek Yadav 3:0 (11, 6, 7)
Arne Hölter - Sarthak Gandhi 3:0 (7, 6, 5)
Deutschland A - Belgien 3:1
Ole Markscheffel - Emilien Vanrossomme 0:3 (-4, -8, -6)
Arne Hölter - Julien Indeherberg 3:1 (5, 9, -5, 9)
Vu Tran Le - Robin Saudemont 3:0 (8, 4, 9)
Arne Hölter - Emilien Vanrossomme 3:2 (11, -8, 5, -9, 8)
Deutschland A steht als Gruppensieger im Viertelfinale und
trifft am Freitag um 10 Uhr auf Kroatien.
Jungen-Mannschaft, Viertelfinale am Freitag um 10 Uhr
Japan A - Serbien
Kroatien - Deutschland A
Rumänien - Deutschland B
Slowakei - Japan B
Halbfinale um 15.15 Uhr
Japan A/Serbien - Kroatien/Deutschland A
Rumänien/Deutschland A - Slowakei/Japan B
Finale um 18.30 Uhr
Mädchen
Gruppe A:
Deutschland C - Rumänien 0:3
Katharina Sabo - Christina Hirici 2:3 (13, 5, -5, -8, -9)
Ariane Liedmeier - Bernadette Szocs 1:3 (-7, -3, 8, -6)
Julia Drummer - Camelia Postoaca 0:3 (-6, -8, -5)
Deutschland C - Polen B 0:3
Katharina Sabo - Katarzyna Silfirczyk 0:3 (-6, -9, -7)
Ariane Liedmeier - Anna Zielinska 2:3 (5, -8, -4, 8, -11)
Sonja Radtke - Sandra Wabik 0:3 (-13, -12, -4)
Deutschland C ist als Gruppendritter ausgeschieden und trifft im
Trostrunden-Halbfinale am Freitag um 10 Uhr auf den Sieger der
Partie zwischen Indien B und Kroatien.
Gruppe B:
Deutschland A - Indien A 3:0
Sabine Winter - Manika Batra 3:1 (-7, 7, 5, 3)
Kathrin Mühlbach - Mallika Bhandarkar 3:2 (10, 4, -7, -8, 2)
Anna Krieghoff - Nikhat Banu 3:0 (7, 8, 5)
Deutschland A - Rumänien/Österreich 3:0
Sabine Winter - Irina Ciobanu 3:2 (5, 5, -8, -5, 9)
Kathrin Mühlbach - Andrada Vincze 3:1 (10, -8, 8, 7)
Anna Krieghoff - Karina Kovacs 3:0 (7, 4, 7)
Deutschland A hat als Gruppensieger das Viertelfinale erreicht
und trifft am Freitag um 10 Uhr auf Polen B.
Gruppe D:
Deutschland B - Indien B 3:0
Petrissa Solja - Krittwika Priya Roy 3:0 (3, 4, 5)
Nadine Sillus - Sneha Venkatachalam 3:0 (8, 3, 10)
Anja Schuh - Narasimha Priya 3:0 (8, 4, 5)
Deutschland B - Ungarn 3:1
Anja Schuh - Krisztina Ambrus 1:3 (-5, 9, -5, -3)
Petrissa Solja - Dora Madarasz 3:0 (3, 8, 6)
Nadine Sillus - Mercedes Nagyvaradi 3:0 (9, 4, 8)
Petrissa Solja - Krisztina Ambrus 3:1 (2, -8, 9, 8)
Deutschland B - Slowakei 3:1
Anja Schuh - Maria Krazelova 3:1 (8, -10, 9, 7)
Petrissa Solja - Natalia Kaluzna 3:0 (2, 3, 6)
Nadine Sillus - Barbora Balazova 0:3 (-9, -9, -6)
Petrissa Solja - Maria Krazelova 3:0 (5, 3, 10)
Deutschland B hat als Gruppensieger das Viertelfinale erreicht
und trifft am Freitag um 10 Uhr auf Rumänien/Österreich.
Mädchen-Mannschaft, Viertelfinale am Freitag um 10 Uhr
Rumänien A - Polen A
Rumänien/Ukraine - Deutschland B
Serbien - Ungarn
Polen B - Deutschland A
Halbfinale um 13.30 Uhr
Rumänien A/Polen A - Rumänien/Ukraine / Deutschland B
Serbien/Ungarn/Polen B/Deutschland A
Finale um 18.30 Uhr
Marco Steinbrenner